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Jetzt beraten lassenWichtig für Interessenten sind vor allem vier Fragen: Wie läuft die Prüfung ab, was wird geprüft, wie lange dauert die Vorbereitung und womit muss man bei den Kosten rechnen? Genau das finden Sie hier kompakt und praxisnah erklärt.
Eine Schweißerprüfung wird immer dann relevant, wenn Arbeitgeber, Auftraggeber oder technische Vorgaben einen formalen Qualifikationsnachweis verlangen. In der Praxis reicht es häufig nicht, einfach schweißen zu können. Benötigt wird eine Prüfung, die genau zu Verfahren, Werkstoff und späterem Einsatz passt.
Typisch sind Prüfungen für MAG-, MIG-, WIG- und E-Hand-Schweißen, je nach Einsatz auch für weitere Verfahren. Zusätzlich wird nach Werkstoffen unterschieden, etwa Stahl, Edelstahl oder Aluminium. Bei speziellen Anforderungen kommen auch andere Werkstoffe infrage. Eine Prüfung für ein Verfahren ersetzt in der Regel keine andere.
Im Umfeld der Schweißerprüfung tauchen oft Bezeichnungen wie DIN EN ISO 9606-1 für Stahl oder DIN EN ISO 9606-2 für Aluminium auf. Welche Norm für Sie gilt, hängt vom Material, vom Verfahren und vom späteren Arbeitsbereich ab.
Der genaue Ablauf kann je nach Prüfstelle leicht variieren, folgt aber meist einem klaren Schema. Zuerst werden Prüfungsumfang, Werkstoff, Position und Verfahren festgelegt. Danach geht es um die organisatorische Vorbereitung, die Arbeitsmittel und die Anforderungen an das Prüfstück. Wie Sie passende Prüfungs- oder Schulungsstandorte finden, lesen Sie unter Wo kann ich den Schweißerschein machen?. Einen kompakten Überblick über die Schritte vom Training bis zur Abnahmeprüfung bietet Schweißerschein machen: Wege und Ablauf.
Zur Prüfung gehört nicht nur die praktische Ausführung. Auch Sicherheitswissen, der richtige Umgang mit Gerät und Zusatzwerkstoffen sowie grundlegende Materialkenntnisse spielen eine Rolle. Wer geprüft wird, sollte typische Gefahren erkennen, Parameter einordnen und das Werkstück fachgerecht vorbereiten können.
Im praktischen Teil wird eine definierte Schweißprobe angefertigt. Bewertet werden nicht nur das Endergebnis, sondern auch die sichere Arbeitsweise, passende Einstellungen und die Qualität der Naht. Je nach Anforderung erfolgt anschließend eine Sichtprüfung und gegebenenfalls eine weitergehende Beurteilung. Erst nach bestandener Prüfung wird die Bescheinigung ausgestellt. Begriffe nach der bestandenen Prüfung erklärt: Schweißschein oder Schweißerpass?
Für die Schweißerschein Prüfung sollten Sie Werkstoffe unterscheiden, Zusatzwerkstoffe passend einsetzen und Schweißnähte sauber vorbereiten können. Ebenso wichtig sind Schutzmaßnahmen gegen Feuer-, Strom- und Gasgefahren, das Erkennen typischer Schweißfehler und ein Grundverständnis für Qualitätssicherung. Wenn Sie mehrere Verfahren anstreben, brauchen Sie für jedes Verfahren eigene Praxis.
Die eigentliche Prüfung ist meist deutlich kürzer als die Vorbereitung. Wer die Voraussetzungen für den Schweißerschein erfüllt und bereits sicher im gewünschten Verfahren arbeitet, kann sich oft in überschaubarer Zeit zur Prüfung vorstellen. Wenn Grundlagen, Sprache oder mehrere Verfahren erst aufgebaut werden müssen, dauert die Vorbereitung entsprechend länger. Entscheidend sind Vorkenntnisse, Zielverfahren und Prüfungsumfang.
Die Kosten lassen sich nicht pauschal angeben. Sie hängen unter anderem vom Verfahren, vom Werkstoff, vom Materialverbrauch, vom Umfang der Prüfung und von einer möglichen Vorbereitung ab. Eine erste Orientierung bieten die Kosten für Schweißkurs und Prüfung. Bei AZAV-zugelassenen Maßnahmen kann eine Förderung über Agentur für Arbeit oder Jobcenter möglich sein. Teilweise übernehmen auch Arbeitgeber die Kosten.
Die Gültigkeit richtet sich nach der jeweiligen Norm und nach dem dokumentierten Praxiseinsatz. Häufig muss regelmäßig bestätigt werden, dass weiterhin im geprüften Bereich gearbeitet wird, oft im Abstand von sechs Monaten. Fehlt dieser Nachweis oder ändert sich der Einsatz deutlich, kann eine Verlängerung oder Wiederholungsprüfung notwendig werden.
Wer die Prüfung nicht nur bestehen, sondern anschließend schnell in Arbeit kommen möchte, profitiert von einer Vorbereitung mit klarem Praxisbezug. Sinnvoll sind realistische Einschätzung des Leistungsstands, gezieltes Training im passenden Verfahren und genug Übung unter prüfungsnahen Bedingungen. Ein Probeschweißen hilft dabei, den richtigen Qualifizierungsweg festzulegen – siehe Probeschweißen: So läuft der Termin ab.
Bildung trifft Wirtschaft verbindet genau diesen Praxisansatz mit Arbeitsmarktbezug. Der Schwerpunkt liegt auf Schweißtechnik und Metallverarbeitung, inklusive Vorbereitung auf TÜV-Prüfungen und weitere Zertifizierungen. Seit 2017 wurden über 500 Teilnehmende aus 17 Ländern qualifiziert. Unterstützt wird nicht nur fachlich, sondern je nach Bedarf auch mit Berufsdeutsch, Behördenthemen und dem Einstieg in den Job. Standorte gibt es in Köln, Oberhausen, Mönchengladbach, Dortmund, Erkelenz und Duisburg-Rheinhausen.
Nach der Festlegung von Verfahren und Umfang folgt in der Regel eine praktische Schweißprobe. Zusätzlich werden Sicherheitswissen, Materialverständnis und der Umgang mit Gerät und Parametern bewertet.
Oft ja. Für viele Wege in die Prüfung sind praktische Eignung, Vorbereitung und das passende Prüfziel wichtiger als ein bestimmter Schul- oder Berufsabschluss.
In der Regel ja. Eine MAG-Prüfung deckt normalerweise nicht automatisch WIG oder E-Hand ab. Auch der Werkstoff spielt für den Prüfungsbereich eine wichtige Rolle.
Nicht automatisch in festen Abständen. Maßgeblich sind die Gültigkeitsregeln der jeweiligen Norm, die regelmäßige Tätigkeit im geprüften Bereich und die geforderten Nachweise.
Ja, das kann möglich sein. Besonders bei AZAV-zugelassenen Angeboten kommen Förderungen über Agentur für Arbeit oder Jobcenter infrage.
Wenn Sie sich auf die Schweißerschein Prüfung vorbereiten möchten und dabei einen Weg mit direktem Jobfokus suchen, unterstützt Bildung trifft Wirtschaft Sie von der ersten Einschätzung bis zum nächsten beruflichen Schritt.
Wir schauen gemeinsam, welche Weiterbildung zu dir passt und welche Förderung für dich infrage kommt.
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