
Starte deine Weiterbildung und lass dich unverbindlich beraten.
Jetzt beraten lassenBei Bildung Trifft Wirtschaft bereitest du dich praxisnah auf TÜV-Prüfungen und Schweißzertifikate vor. Dabei geht es nicht nur um die Prüfung, sondern auch um den Einstieg in einen Job in der Schweißtechnik oder Metallverarbeitung.
Ein Schweißschein ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Nachweis, dass du eine Schweißerprüfung erfolgreich abgelegt hast. Auch der Begriff Schweißerpass wird oft verwendet. Häufig ist damit eine Schweißerprüfbescheinigung gemeint, die bestätigt, dass du für einen klar definierten Anwendungsbereich qualifiziert bist.
Ein solcher Nachweis ist kein allgemeiner Führerschein zum Schweißen. Er gilt immer nur innerhalb des festgelegten Geltungsbereichs. Dazu gehören unter anderem das Schweißverfahren, der Werkstoff, die Produktform, die Nahtart, der Dickenbereich und die Schweißposition.
Wenn ein Arbeitgeber einen Schweißerpass verlangt, meint er in der Regel eine gültige Schweißerprüfbescheinigung für die konkrete Tätigkeit. Für eine MAG-Prüfung auf Stahl gelten andere Anforderungen als für WIG-Schweißen an Edelstahl, Aluminium oder Rohrleitungen.
Einen Schweißschein brauchst du vor allem dann, wenn du Schweißarbeiten ausführst, bei denen die Qualität und Sicherheit der Schweißnaht nachweisbar sein müssen. Das betrifft beispielsweise tragende Stahlkonstruktionen, Rohrleitungen, Druckbehälter, Anlagen, Maschinenbauteile oder Bauteile mit hohen Anforderungen an Belastbarkeit und Dichtheit.
Ob ein gültiger Schweißschein erforderlich ist, hängt von der Tätigkeit, dem Auftraggeber, der Branche, den vertraglichen Vorgaben und den anzuwendenden Normen ab. Besonders häufig verlangen Unternehmen einen aktuellen Qualifikationsnachweis in folgenden Bereichen:
Für einfache private Arbeiten, etwa kleine Reparaturen oder Übungsstücke in der eigenen Werkstatt, ist in der Regel kein offizieller Schweißschein vorgeschrieben. Sobald du jedoch beruflich an sicherheitsrelevanten oder normgebundenen Bauteilen schweißen sollst, reicht praktische Erfahrung allein häufig nicht aus.
Ohne Schweißschein darfst du grundsätzlich üben, Schweißtechniken lernen und Arbeiten durchführen, für die kein normgerechter Qualifikationsnachweis verlangt wird. Dazu können je nach Einsatzbereich einfache Übungsarbeiten, nicht sicherheitsrelevante Reparaturen oder private Projekte gehören.
Im beruflichen Umfeld entscheidet jedoch nicht allein deine Erfahrung. Der Betrieb muss prüfen, ob du für die konkrete Schweißaufgabe qualifiziert bist. Bei Bauteilen mit hohen Qualitätsanforderungen kann eine fehlende oder nicht passende Prüfbescheinigung dazu führen, dass du die Arbeit nicht ausführen darfst.
Wichtig: Ein vorhandener Schweißschein gilt nicht automatisch für jede Aufgabe. Wenn du beispielsweise für MAG-Schweißen auf Blech geprüft bist, bedeutet das nicht automatisch, dass du auch für WIG-Rohrschweißen oder Aluminium-Schweißarbeiten qualifiziert bist.
Es gibt nicht den einen Schweißschein, der alle Verfahren und Materialien abdeckt. Deine Schweißerprüfung wird passend zu deinem späteren Arbeitsbereich ausgewählt. Besonders relevant sind das Verfahren, der Werkstoff und die Form des Werkstücks.
Die häufigsten Schweißverfahren in der beruflichen Praxis sind:
Auch der Werkstoff beeinflusst deine Qualifikation. Prüfungen können sich beispielsweise auf Stahl, Edelstahl, Aluminium oder andere metallische Werkstoffe beziehen. Zusätzlich wird zwischen Blech und Rohr unterschieden. Rohrschweißprüfungen sind oft besonders gefragt, weil sie in vielen Industrie- und Anlagenbereichen benötigt werden.
Ein Schweißschein kann für Kehlnähte oder Stumpfnähte gelten. Darüber hinaus spielt die Schweißposition eine wichtige Rolle. Schweißen in der Wannenlage ist weniger anspruchsvoll als Arbeiten in Zwangslagen, an Steigpositionen oder über Kopf. Je anspruchsvoller die spätere Tätigkeit, desto gezielter sollte deine Prüfung vorbereitet werden.
Eine Schweißerprüfbescheinigung enthält technische Angaben, die den genauen Geltungsbereich deiner Qualifikation festlegen. Für Arbeitgeber, Schweißaufsichten und Auftraggeber ist diese Codierung wichtig, weil sie zeigt, ob du für eine bestimmte Schweißaufgabe eingesetzt werden darfst.
Typische Angaben auf einem Schweißerzertifikat sind:
Die Kennzeichnung kann auf den ersten Blick technisch wirken. Sie ist aber wichtig, weil sie genau beschreibt, welche Arbeiten von deiner Prüfung abgedeckt sind. Vor einem Einsatz prüft der Arbeitgeber deshalb, ob dein Zertifikat zum konkreten Auftrag passt.
Der Weg zum Schweißerpass führt über eine gezielte Qualifizierung und eine anschließende Schweißerprüfung. Wenn du ohne Erfahrung startest, bietet dir die Einführung in unsere Schweißkurse die passenden Grundlagen. Welche Vorbereitung du brauchst, hängt davon ab, ob du Anfänger bist, bereits erste Erfahrung hast oder eine abgelaufene Prüfung erneuern möchtest.
Zu Beginn solltest du festlegen, in welchem Bereich du später arbeiten möchtest. Für einen Job im Stahlbau können andere Prüfungen sinnvoll sein als für Rohrleitungsbau, Edelstahlverarbeitung oder Aluminium-Schweißen. Auch deine Vorkenntnisse, handwerkliches Geschick und Sprachkenntnisse fließen in die Planung ein.
In einer praxisorientierten Schweißausbildung trainierst du unter Anleitung die Grundlagen des gewählten Verfahrens. Dazu gehören unter anderem die Materialvorbereitung, das Einstellen der Schweißgeräte, die richtige Brenner- oder Elektrodenführung, Schweißpositionen, Nahtvorbereitung, Fehlererkennung und Arbeitssicherheit.
Die Prüfungsvorbereitung konzentriert sich auf die Anforderungen deiner geplanten Prüfbescheinigung. Du übst die passenden Prüfstücke, Nahtformen und Positionen. Gleichzeitig lernst du, typische Schweißfehler wie Bindefehler, Poren, Einbrandkerben oder ungleichmäßige Nähte zu vermeiden.
Bei der Schweißerprüfung fertigst du ein Prüfstück nach den vorgegebenen Parametern an. Dieses wird anschließend nach den geltenden Anforderungen bewertet. Je nach Prüfart können Sichtprüfung und weitere Prüfverfahren zum Einsatz kommen. Bei erfolgreicher Prüfung erhältst du die entsprechende Schweißerprüfbescheinigung.
Die Gültigkeit eines Schweißscheins richtet sich nach der jeweiligen Norm, der Prüfbescheinigung und den Vorgaben der Prüfstelle beziehungsweise des Arbeitgebers. Häufig gilt: Deine Schweißertätigkeit muss regelmäßig bestätigt werden. In vielen Fällen darf die Tätigkeit im geprüften Bereich nicht länger als sechs Monate unterbrochen sein.
Je nach Zertifikat kann nach einem festgelegten Zeitraum eine Verlängerung, Bestätigung oder Wiederholungsprüfung erforderlich sein. Deshalb solltest du deine Unterlagen frühzeitig prüfen lassen, bevor ein Zertifikat abläuft oder du einen neuen Einsatz beginnst.
Eine Wiederholungsprüfung oder Auffrischung ist sinnvoll, wenn dein Nachweis abgelaufen ist, eine Tätigkeitsunterbrechung vorliegt oder du wieder in einen Bereich einsteigen möchtest, in dem du länger nicht gearbeitet hast. Auch bei einem Wechsel des Verfahrens, etwa von MAG zu WIG, brauchst du in der Regel eine passende neue Qualifikation.
Bei Bildung Trifft Wirtschaft erhältst du eine Qualifizierung, die auf deinen beruflichen Einstieg ausgerichtet ist. Du kannst dich in WIG, E-Hand und MSG weiterbilden und dich gezielt auf Prüfungen in Bereichen wie Blech, Rohr oder Aluminium vorbereiten. Auch erfahrene Schweißer können Auffrischungsprüfungen und Re-Zertifizierungen nutzen.
Vor dem Einstieg kannst du bei einem Probeschweißen herausfinden, welches Verfahren zu dir passt und welche Entwicklungsmöglichkeiten du hast. Die Qualifizierung verbindet praktische Schweißtechnik mit wichtigen Grundlagen der Metallverarbeitung, etwa Messen, Schleifen, Bohren und dem Lesen technischer Zeichnungen.
Seit 2017 hat Bildung Trifft Wirtschaft über 500 Teilnehmende aus 17 Ländern im Bereich Schweißtechnik qualifiziert. Das Ziel ist nicht nur ein Schweißschein, sondern eine berufliche Perspektive bis hin zum Arbeitsvertrag. Um einen passenden Standort auszuwählen, nutze Standorte & Anfahrt.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe meist gleich verwendet. Gemeint ist häufig eine Schweißerprüfbescheinigung oder ein Nachweis über eine bestandene Schweißerprüfung. Wichtig ist immer der genaue Geltungsbereich des Dokuments.
Ja. Auch als Anfänger kannst du Schweißen lernen und dich schrittweise auf eine Prüfung vorbereiten. Handwerkliches Interesse und sorgfältiges Arbeiten sind wichtige Voraussetzungen. Durch ein Probeschweißen lässt sich vorab feststellen, welches Verfahren und welcher Qualifizierungsweg zu dir passen.
Die Dauer hängt von deinen Vorkenntnissen, dem gewünschten Schweißverfahren, der Prüfungsart und deinem Berufsziel ab. Eine gezielte Auffrischung für erfahrene Schweißer dauert deutlich kürzer als eine umfassende Qualifizierung für den Berufseinstieg.
Die Kosten unterscheiden sich je nach Verfahren, Prüfungsumfang, Material, Dauer der Vorbereitung und Prüfstelle. Wenn du arbeitssuchend bist oder dich beruflich weiterbilden möchtest, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung über Bildungsgutschein, Agentur für Arbeit oder Jobcenter möglich sein.
Ob du eingesetzt werden darfst, hängt von den Anforderungen des Betriebs und des konkreten Auftrags ab. Für normgebundene Arbeiten ist ein abgelaufener Nachweis in der Regel nicht ausreichend. Eine Auffrischung oder Wiederholungsprüfung kann notwendig sein.
Das hängt von deinem gewünschten Einsatzbereich ab. MAG-Schweißen ist in vielen Produktions- und Stahlbaubereichen gefragt. WIG eignet sich besonders für präzise Arbeiten an Edelstahl, Aluminium und Rohren. E-Hand ist häufig für Montage- und Baustelleneinsätze relevant. Eine individuelle Beratung hilft dir bei der Auswahl – nutze dafür die Beratung zu Ihrer Qualifikation.
Weitere Artikel rund ums Schweißen bieten dir zusätzliche Informationen zu Qualifizierung, Berufseinstieg und Schweißtechnik.
Wir schauen gemeinsam, welche Weiterbildung zu dir passt und welche Förderung für dich infrage kommt.
Unverbindlich beraten lassen
Wir werden dich kontaktieren um deine Situation zu beleuchten und zu schauen, ob du für unsere Weiterbildungen geeignet bist.