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Jetzt beraten lassenWelche Vorkenntnisse dabei erwartet werden, klärt Schweißerschein: Voraussetzungen.
Für den Einstieg reicht meist die grobe Einteilung in Wannenlage, Horizontal, Vertikal und Überkopf. Die Wannenlage ist in der Regel am einfachsten, weil die Schwerkraft das Schweißbad stabilisiert. Seitliche, vertikale und Überkopf-Lagen zählen dagegen zu den anspruchsvolleren Zwangslagen. Dort werden Brennerführung, Schweißrichtung, Geschwindigkeit und Badkontrolle deutlich wichtiger. Diese Grundlogik gilt sowohl für Stumpfnähte als auch für Kehlnähte und ebenso für Bleche wie für Rohre. Ein Überblick zu Schweißverfahren für Anfänger – einfach erklärt kann den Einstieg zusätzlich erleichtern.
Die DIN EN ISO 6947 beschreibt Schweißpositionen über die Lage der Schweißnahtachse und die Orientierung der Nahtoberfläche zur Waagerechten. Zusätzlich spielt die Nahtart eine Rolle. Deshalb betreffen manche Bezeichnungen vor allem Kehlnähte, andere eher Stumpfnähte. Das System ist für typische handgeführte Verfahren wie WIG, MIG/MAG oder E-Hand relevant und sorgt dafür, dass Zeichnungen, Verfahrensanweisungen und Prüfungsunterlagen eindeutig verstanden werden. Vertiefende Technik-Details für saubere Nähte in anspruchsvollen Lagen liefert WIG-Schweißen: Grundlagen, Anwendung, Tipps.
PA ist die Wannenlage. Hier liegt die Naht günstig, das Schweißbad ist gut kontrollierbar und Einbrand sowie Nahtform lassen sich meist am leichtesten steuern. PB bezeichnet die horizontale Kehlnaht an einer senkrechten Fläche. Wenn nach der PB Schweißposition gefragt wird, ist genau diese seitliche Kehlnähtlage gemeint. PC steht für eine horizontale Naht an einer vertikalen Fläche, typischerweise als Stumpfnaht.
PD beschreibt die horizontale Überkopf-Kehlnaht, PE die klassische Überkopfposition. Beide Lagen verlangen eine sichere Badführung, weil gegen die Schwerkraft gearbeitet wird. PF ist die Steigposition, also vertikales Schweißen von unten nach oben. PG ist die Fallposition von oben nach unten. Gerade PF und PG werden oft verwechselt, unterscheiden sich aber klar in der Schweißrichtung und in der praktischen Anwendung.
Bei Rohrnähten werden die Schweißpositionen noch genauer beschrieben. PH steht für die steigende Schweißung am feststehenden Rohr, PJ für die fallende Schweißung am feststehenden Rohr. Angaben wie PH-L045 oder PJ-L045 ergänzen die Lage des Rohres um 45 Grad. Solche Zusätze sind wichtig, weil sie die tatsächliche Schwierigkeit einer Rohrnaht präziser abbilden. In manchen Übersichten taucht für spezielle Orbitalschweißungen auch PK auf.
Schweißpositionen sind nicht nur Theorie. Sie entscheiden mit darüber, welche Technik trainiert werden muss und für welche Aufgaben eine Qualifikation passt. Wer nur in PA sicher arbeitet, ist nicht automatisch für PF, PG oder PE vorbereitet. Deshalb werden Positionen in Lehrgängen und in der Schweißschein-Prüfung – Inhalte und Ablauf exakt benannt. Wer die nächsten Schritte zum offiziellen Nachweis plant, findet unter Schweißerschein machen: Wege und Optionen passende Informationen. In älteren Suchanfragen erscheint noch EN 287. Heute werden die Lagebezeichnungen in der Regel über DIN EN ISO 6947 angegeben. In amerikanischen Unterlagen finden sich oft Kürzel wie 1G bis 6G für Stumpfnähte und 1F bis 5F für Kehlnähte.
Wer Schweißpositionen nicht nur auswendig lernen, sondern sicher anwenden möchte, braucht Übung an realen Bauteilen. Bildung trifft Wirtschaft ist auf Schweißtechnik und Metallverarbeitung spezialisiert und begleitet Teilnehmende von der Qualifizierung bis zum Arbeitsvertrag. Seit 2017 wurden über 500 Menschen aus 17 Ländern qualifiziert. Zum Angebot gehören Probeschweißen vor dem Einstieg, TÜV-Prüfungen und weitere Zertifizierungen, Unterstützung bei Behördengängen, Berufsdeutschkursen und Hilfe beim Einstieg in den Job. Die Qualifizierung ist an sechs Standorten in NRW möglich, darunter Oberhausen, Köln, Dortmund und Duisburg-Rheinhausen. Durch die AZAV-Zulassung kann eine Förderung über Agentur für Arbeit oder Jobcenter möglich sein.
Vereinfacht gibt es vier Grundrichtungen: Wannenlage, Horizontal, Vertikal und Überkopf. Nach DIN EN ISO 6947 wird genauer unterschieden. Die wichtigsten Schweißpositionen sind PA, PB, PC, PD, PE, PF und PG. Für Rohrschweißungen kommen unter anderem PH und PJ hinzu.
PB beschreibt eine horizontale Kehlnaht an einer senkrechten Fläche. Diese Lage ist typisch für T-Stöße und Eckverbindungen. Die PB Schweißposition gehört nicht zur einfachen Wannenlage, ist aber in der Praxis sehr häufig.
PF ist die Steigposition von unten nach oben, PG die Fallposition von oben nach unten. PF bietet oft mehr Kontrolle über Einbrand und Nahtaufbau. PG kann schneller sein, verlangt aber eine sauber angepasste Technik, damit die Naht sicher ausgeführt wird.
Am einfachsten ist in der Regel PA, also die Wannenlage. Hier unterstützt die Schwerkraft das Schweißbad. Dadurch lassen sich Nahtform, Zusatzwerkstoff und Brennerführung meist leichter kontrollieren als in vertikalen oder Überkopf-Lagen.
H-L045 kennzeichnet eine steigende Schweißung an einem feststehenden Rohr in 45-Grad-Lage. Diese Zusatzangabe wird vor allem bei Rohrnähten und in Prüfungsunterlagen verwendet, um die tatsächliche Bauteillage eindeutig zu beschreiben.
Die Positionen selbst sind nicht grundsätzlich andere. Häufig geht es um ältere Normverweise in Unterlagen oder Suchanfragen. Die Lagebezeichnungen wie PA bis PG werden heute in der Praxis meist über DIN EN ISO 6947 beschrieben, während ältere Prüfungsbezüge noch mit EN 287 verbunden sein können.
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